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Neues Klimaschutzgesetz im Bundesrat

28.05.2021

Kein Klimaschutz ohne Holzverwendung

Heute fand im Bundesrat eine Debatte zum anstehenden Klimaschutzgesetz statt. Im Hinblick der deutlich zuspitzenden Zielvorgaben für den Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) begrüßt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH), dass im Vornherein der Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für das Erreichen der Klimaziele Rechnung zugetragen wurde. Hauptaufgabe soll es nun sein, spezifisch benannte Maßnahmen zu deren Umsetzung zu entwickeln. 

Was zur Emissionsreduktion führen wird, könnte einen anderen Effekt haben. Denn Holz speichert nicht nur CO2, sondern ersetzt auch klimaschädliche Stoffe und Materialien. Die auf diese Weise erzielten Emissionseinsparungen stehen entgegen der Holznutzung der Industrie. Es ist nun wichtig, dass der Bundesrat hier ein Signal für Waldwirtschaft und Holzverwendung setzt.

Senkenleistung nur ein Teil des Klimaschutzeffektes

Der Gesetzentwurf sieht vor, die CO2-Speicherwirkung natürlicher Ökosysteme erheblich auszuweiten. So soll der LULUCF-Bereich bis 2030 bereits 25 Mio. Tonnen Treibhausgase zusätzlich binden, als er ausstößt. Dieser CO2- Ausstoß wird im Jahr 2030 laut der Projektion der Bundesregierung ca. 30 Mio. Tonnen betragen. Somit stehen erhebliche Einsparungsvorgaben von 55 Mio. Tonnen CO2 bereits in den nächsten Jahren den sehr langwierigen Entwicklungen der natürlichen Ökosysteme gegenüber.

Wälder spielen dabei eine große Rolle. Bäume speichern beim Wachstum CO2 und binden dieses langfristig im Holz. Doch ist es nicht die Senkenleistung allein, die für die nötige Emissionsvermeidungen sorgt. Der Ersatz klimaschädlicher Alternativen durch Holz vergrößert den Effekt außerordentlich.

Maßnahmen zur Umsetzung des Klimaschutzgesetzes nötig

Als nachwachsender Rohstoff trägt Holz zur klimafreundlichen Neuausrichtung aller Bereiche bei. Für das Erreichen der neuen Klimaziele kann man auf Holz als Bau- und Werkstoff oder als Energieträger nicht verzichten. Eine Fokussierung auf das Kohlenstoffsenken greift kurzfristig. Denn gerade natürliche Ökosysteme sind Schwankungen oder Wettereinflüssen stärker unterworfen. Jetzt ist es die zentrale Aufgabe, schnell mögliche Maßnahmen zur Umsetzung dieser Klimaziele zu entwickeln, um die verfügbaren Potentiale von Wald und Holz im größtmöglichen Umfang nutzen zu können.

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